Wie ist es eigentlich als junges Startup zu arbeiten und welche Erfahrungen haben wir bisher damit gemacht? In einer neuen Folge des Woodpecker Podcast sprechen wir über das “Ernstgenommenwerden” und die Vorurteile von Startups.

Kennt ihr diese Situation aus eurer Praktikumszeit? Euer Vorgesetzter knobelt gemeinsam mit Kollegen an einem Problem und sie finden einfach nicht die passende Antwort darauf. Ihr selbst habt eine super Lösung parat, werdet als Praktikant aber einfach nicht ernst genommen und der Vorschlag wird übergangen.

Natürlich sind diese Zeiten bei uns längst vorbei, doch manchmal spüren wir beim Erstkontakt mit Kunden immer noch diesen Blick, der so etwas aussagt wie: “Die sind aber ganz schön jung, ob die überhaupt wissen was sie tun?” Auf der einen Seite ehrt einen das, denn das bedeutet ja auch, dass es eher ungewöhnlich ist, sich als Anfang- und Mittzwanziger vor Kunden mit der eigenen Firma zu präsentieren und Projekte anzubieten. Auf der anderen Seite wird es schnell anstrengend zum x-ten Mal seine Laufbahn aufzuzeigen und zu erklären, wie man an diesen Punkt gelangt ist und weshalb man durchaus mit Mitbewerbern mithalten kann und sogar Vorteile mitbringt.

Woodpecker Jonas war noch während seines Studiums für die Produktion des Livestreams der Deutschen Meisterschaften im Kanusport 2020 verantwortlich.

Natürlichen setzen viele Unternehmen bei externen Dienstleistern zunächst einmal auf Bekanntes und Bewährtes – und das sind häufig große Firmen, die schon einige Jahre existieren. Allerdings besteht hier auch immer die Gefahr etwas zu verpassen, denn so manche Kreativschmiede ist doch eingerosteter, als sie es selbst vielleicht zugeben möchte und liefert eher Arbeit vom Fließband ab. Da ist es vielleicht gar nicht mal so unklug auch einmal einen jungen Dienstleister ins Boot zu holen, der trotzdem bereits einiges an Erfahrung aufweist und zusätzlich innovative Ideen und frische Gedanken mitbringt.

Es ist selbstverständlich, dass man auch als junges Unternehmen zunächst einmal zeigen muss, dass man der richtige Ansprechpartner für die Anfrage des Kunden ist und zuverlässig arbeitet. Hier kann man durch vorherige Projekte und Referenzen auf jeden Fall punkten und beweisen, dass auch das Vertrauen anderer Kunden nicht enttäuscht wurde. Wir haben dazu etwa eine große Auswahl an eigenen Projekten auf unserer Seite verlinkt und verweisen darüber hinaus für eine schnelle Zusammenfassung auf unser Showreel, in dem einige unserer liebsten Projekte im Schnelldurchlauf zusammengefasst sind. Und häufig klären sich eigene Unsicherheiten oder Vorurteile unserer Erfahrung durch ein Erstgespräch schnell auf. Das kann persönlich stattfinden, doch die meisten Kunden bevorzugen inzwischen ein Online-Meeting – so ist es gar nicht ungewöhnlich, dass wir den Auftraggeber häufig erst beim Dreh in echt und in Farbe sehen. Wer hingegen das klassische persönliche Kennenlernen bevorzugt, soll ebenfalls nicht enttäuscht werden.

Beim Virtuellen Karnevalszug 2021 in Voerde zeigte das Woodpecker Team, dass auch ungewöhnliche Projektanfragen kein Hindernis darstellen und mit ein wenig Kreativität umgesetzt werden können.

Manchmal glauben wir, dass jungen Gründern recht viele Steine in den Weg gelegt werden, denn so manche Ausschreibung, an der wir bereits teilgenommen haben, scheiterte an Voraussetzungen wie 20 festangestellten Mitarbeitern (obwohl es sicher eher um ein kleines Projekt handelt) oder, dass die Firma bereits mindestens drei Jahre existieren muss. Grundvoraussetzungen sind natürlich praktisch, um das perfekte “Match” zwischen Kunden und Produktionsfirma schnell zu finden, allerdings gehen hier auch einige potentielle Kandidaten verloren.

Für uns ist es also gar nicht ungewöhnlich als recht junge Produktionsfirma ein wenig kritisch beäugt zu werden. Doch anstatt darauf genervt zu reagieren sprechen wir lieber über die Vorteile, die eine Zusammenarbeit mit einer jungen Firma mit sich bringt, vor allem, wenn es um kreative Projekte geht, die eben nicht vom Fließband sein sollen, NULL 08/15 halt.

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